Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Bachelornebenfach Philosophie (2018) - Wesentliche Inhalte und Ziele

Die Philosophie fragt nach Dingen, die im Alltag unhinterfragt vorausgesetzt werden. So wird z. B. häufig angenommen, dass man (jedenfalls manchmal) über „Wissen“ verfügt, und es erscheint selbstverständlich, dass manches Verhalten moralisch verboten ist. Damit verbunden sind die typisch philosophischen Fragen, unter welchen Bedingungen jemand Wissen besitzt, ob diese Bedingungen überhaupt erfüllbar sind und was den Geltungsanspruch moralischer Verbote rechtfertigt. Da die Diskussion solcher Fragen schon lange andauert, ist die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte Teil der Philosophie selbst.

DaDozents Bachelornebenfach Philosophie (30 oder 60 ECTS-Punkte), das in vielen Studiengängen an der LMU wählbar ist, stellt inhaltlich und modultechnisch eine Teilmenge des Bachelorhauptfaches Philosophie dar. Die Studierenden müssen insgesamt vier (Nebenfach_ 60 ECTS) bzw. zwei (Nebenfach_30 ECTS) einführende Grundlagenmodule absolvieren, die sie aus den drei Kernbereichen

  • Theoretische Philosophie (unter Einschluss von Logik und Wissenschaftstheorie),
  • Praktische Philosophie und
  • Geschichte der Philosophie

wählen können. Daran anschließend sind fünf (Nebenfach_60 ECTS) bzw. drei (Nebenfach_30 ECTS) vertiefende Seminare aus den Kernbereichen zu belegen, wobei im Nebenfach_60 ECTS noch eine historische oder systematische Erweiterung oder ein Auslandsstudiumsmodul hinzukommt. Das Nebenfachstudium der Philosophie führt in grundlegende philosophische Methoden ein und macht an ausgewählten Paradigmen mit zentralen Problemen und Positionen in den drei Teilbereichen vertraut. Auch wenn es ausschließlich aus Wahlpflichtmodulen besteht, stellt es u. a. sicher, dass ein Überblickswissen in bestimmten Kerngebieten erworben wird. Dabei ist es in der Regel gut möglich, seine Modulwahl auch in inhaltlicher Abhängigkeit vom Hauptfach zu treffen. So kann sich beispielsweise eine BA-Mathematikstudentin auf Wunsch auf die Wahl von Modulen/Kursen aus dem Bereich Logik und Wissenschaftstheorie konzentrieren, während ein BA-Soziologiestudent vielleicht vorrangig Module/Kurse aus dem Bereich Praktische Philosophie (Politische Philosophie, Sozialphilosophie, Ethik) belegen will. In derartigen Fällen kann das Nebenfachstudium der Philosophie auch als eine spezifische Ergänzung des Hauptfachstudiums angesehen werden.

> Link zum Studienplan für das BA-Nebenfach Philosophie im Umfang von 60 ECTS-Punkten
> Link zum Studienplan für das BA-Nebenfach Philosophie im Umfang von 30 ECTS-Punkten

Das Nebenfachstudium soll dabei v. a. die folgenden methodischen Kompetenzen vermitteln:

  • die Fähigkeit zur Abstraktion und klarer Begriffsbildung;
  • die kritische Kompetenz, philosophische Fragen zu erörtern und komplexe Argumente zu analysieren und zu beurteilen;
  • die Fähigkeit zur Entwicklung eigener Argumente;
  • die hermeneutische Kompetenz, kritischen Umgang mit historischen Quellen zu pflegen und philosophische Texte von ihren historischen und systematischen Voraussetzungen her ggf. auch unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes zu interpretieren;
  • die Fähigkeit zur Synthese und Einordnung philosophischer Positionen und Methoden in übergreifende Zusammenhänge;
  • die Fähigkeit zum Transfer von erworbenen Methodenkenntnissen in andere, außerphilosophische Bereiche.