Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2019/2020

Seminar und Lektürekurs

Philosophie der Musik

Di. 16:00 bis 18:00 c.t. woch 15.10.2019 bis 04.02.2020 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 203

Philosophisch gesehen ist die Musik ein faszinierendes, aber auch eigenartiges und schwer zu fassendes Phänomen. Wenn wir zum Beispiel davon ausgehen – wie es lange Zeit üblich gewesen ist –, dass Kunst eine Form der ‚Nachahmung‘ oder ‚Darstellung‘ ist: was genau wird dann eigentlich durch die Musik nachgeahmt? Und wie wird es dargestellt? Bildet die Musik etwas ab? Erzählt sie etwas? Oder ist sie eher ein Symbolsystem, eine Art Sprache? Aber wovon spricht diese? Oder ist es generell falsch, die Musik als Darstellung aufzufassen, und sollte man sie eher als eine Art ‚Form ohne Inhalt‘ bestimmen? Auch wenn jede dieser Antworten etwas Richtiges zu treffen scheint (und jede zu einer bestimmten Art von Musik besonders gut passt), dürfte keine davon restlos überzeugen.
Nicht viel besser geht es uns mit dem Begriff des musikalischen Kunstwerks. Ist dieses identisch mit der autographen Partitur? Dann käme ein Verlust des Autographs einem Verlust des Werkes gleich; und eine Abschrift der Partitur wäre nichts anderes als eine Fälschung. Wenn das Werk aber eher in dessen Aufführungen besteht, wie sollen wir dann mit den unvermeidlichen Unterschieden zwischen diesen Aufführungen umgehen?
Auch das Thema Musik und Emotion ist komplex. Zwar scheint es klar zu sein, dass Musik Emotionen nicht nur auslösen, sondern auch irgendwie darstellen kann – wer aber ist Träger dieser Emotionen? Was heißt es überhaupt, eine Emotion ‚darzustellen‘? Und wie kommt es, dass absolute, unbegriffliche Musik ohne die Unterstützung eines Textes sehr konkrete Emotionen in uns auslöst?
Es sind Fragen wie diese, die uns in unserem Seminar zur Philosophie der Musik beschäftigen werden. Anhand einer Lektüre ausgewählter Texte soll eine erste Einführung in zentrale Thesen und Argumente dieses Bereichs geboten werden.
Voraussetzungen

Musikalische Grundkenntnisse sind keine Teilnahmebedingung, aber von Vorteil. Erwartet wird die Bereitschaft zur Lektüre englischer Texte und zur Übernahme eines Referats.
Anmeldung

Muss irgendwann zwischen dem 24.09. und dem 07.10.2019 über das LSF-System priorisiert belegt werden.

Materialien: Eggebrecht.pdf; Hanslick.pdf; Levinson.pdf; Mei an Galilei 15Mai1572.pdf; Schumann.pdf; Texte zur Musikästhetik.pdf;

Oberseminar (zus. mit Prof. Dr. Oliver Primavesi und Prof. Dr. Peter Adamson)

Ancient Philosophy: Research Seminar

Di. 12:00 bis 14:00 c.t. woch 15.10.2019 bis 04.02.2020 in MusaPH (Leopoldstr. 11b, 4. Stock, Raum 433)

This semester the research seminar on ancient Greek philosophy will look at the fragments of the Presocratic philosopher Empedocles. Participants will take it in turn to present selections from the fragments, in each case discussing the context in which these fragments are transmitted, which will mean looking at the way Aristotle and later ancient thinkers reacted to and understood Empedocles.
Literatur

Primary texts

• G.S. Kirk, J.E. Raven and M. Schofield (eds), The Presocratic Philosophers: A Critical History with a Selection of Texts (1983).

• A. Laks and G. Most, Early Greek Philosophy, 9 vols (Cambridge MA: 2016).

• O. Primavesi and J. Mansfeld, Die Vorsokratiker: griechisch - deutsch (Stuttgart: 2011).

Secondary literature

• P. Curd, “A New Empedocles? Implications of the Strasburg Fragments for Presocratic Philosophy,” Proceedings of the Boston Area Colloquium in Ancient Philosophy 17 (2001), 27-50.

• X. Gheerbrant, Empédocle: une poétique philosphique (Paris: 2017).

• D.W. Graham, “Symmetry in the Empedoclean Cycle,” Classical Quarterly 38 (1988), 297-312.

• B. Inwood, The Poem of Empedocles (Toronto: 1992).

• A. Martin and O. Primavesi, L'Empédocle de Strasbourg (Berlin: 1999).

• D. O’Brien, Empedocles’ Cosmic Cycle (Cambridge: 1969).

• D. O’Brien, “Empedocles Revisited,” Ancient Philosophy 15 (1995), 403–470.

• O. Primavesi, “The Structure of Empedocles’ Cosmic Cycle: Aristotle and the Byzantine Anonymous,” in A.L. Pierris (ed.), The Empedoclean Kosmos: Structure, Process and the Question of Cyclicity (Patras: Institute for Philosophical Research, 2005), 245-64.

• M.R. Wright, Empedocles: the Extant Fragments (New Haven: 1981)

Fortgeschrittenenseminar

Aristotle on the Virtues

Mi. 12:00 bis 14:00 c.t. woch 16.10.2019 bis 05.02.2020 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 020

 The topic of our class is a centrepiece, not only of Aristotle's ethical theory but also of ancient ethics and - due to the revived interest in the virtues - of ethical debates more generally. Our aim is to read and discuss passages from Aristotle's Nicomachean (and to some extent, Eudemian) Ethics as well as secondary literature. Against a common trend in the reception of Aristotle's theory of the virtues, our focus will not be on the notorious 'doctrine of the mean' but rather on Aristotle's treatment of the individual virtues and on the relationship between the virtues of character and phronesis, as discussed in Book VI.
Voraussetzungen

Class will be held in English. Knowledge of Greek is useful but not required. Participants should be familiar with the outlines of Aristotle's Nicomachean Ethics.

Materialien: NE trans Crisp.pdf; Burnyeat.pdf; Brown.pdf; Cooper.pdf; Pearson.pdf; Hursthouse False Doctrine.pdf; brown mean.pdf; Crisp Greatness_of_Soul.pdf; Frede Swarm.pdf; Segvic deliberation.pdf; Natalo Wisdom.pdf; Smith Character Intellect.pdf;

Fortgeschrittenenseminar und Essaykurs

Tugendethik

Fr. 10:00 bis 12:00 c.t. woch 18.10.2019 bis 07.02.2020 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 206

Bei der Tugendethik handelt es sich vereinfacht um eine Strömung der normativen Ethik, die dafür plädiert, in unseren moralischen Urteilen weder die Handlung als solche noch die Folgen der Handlung, sondern vielmehr den Charakter der Handelnden in den Mittelpunkt zu stellen. Ursprünglich als Alternative zu deontologischen und utilitaristischen Ansätzen gedacht (und mit explizitem Rückgriff auf antike Modelle eingeführt), hat sich die Tugendethik inzwischen als eigenständige Position in den moralphilosophischen Debatten etabliert. Das Ziel unseres Seminars besteht darin, uns anhand ausgewählter Texte einen Überblick über das Anliegen, die Argumente und die Schwierigkeiten der Tugendethik zu verschaffen. Diese Texte werden in kurzen Referaten vorgestellt und dann gemeinsam diskutiert. Drei Aspekte sollen dabei im Mittelpunkt stehen: (i) die begrifflichen und moralpsychologischen Grundlagen der Tugendethik (Was ist eine Tugend?), (ii) die Tugendethik als normative Ethik (insbesondere im Vergleich zu den genannten Alternativen), (iii) Einwände gegen die Tugendethik (z.B. Situationismus oder das Problem der Handlungsanleitung).
Voraussetzungen

Bereitschaft zur Lektüre englischer Texte sowie zur Übernahme eines Referats ist Voraussetzung.
Grundkenntnisse in Bezug auf Positionen der normativen Ethik sind hilfreich.

Materialien: Anscombe.pdf; aristoteles.pdf; Sreenivasan.pdf; Harman.pdf; foot.pdf; Stark.pdf; Hacker Wright Skill.pdf; hursthouse.pdf; ANNAS.pdf; Svensson.pdf;

Übung

Essaykursübung zu "Tugendethik"


Essaybesprechungen nach Vereinbarung. Nur für BA-Hauptfachstudierende der Philosophie (PStO von 2012) oder Masterstudierende der Philosophie, die die Veranstaltung als Essaykurs belegen!

Kolloquium

BA-Kolloquium Antike Philosophie (Lehrstühle Adamson & Rapp)

Mi. 16:00 bis 18:00 c.t. woch 16.10.2019 bis 05.02.2020 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 201

 

Downloads


Servicebereich