Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Selbstverschuldete Unmündigkeit (Januar 2014)

In seinem berühmten Aufsatz „Was ist Aufklärung?“ von 1784 definiert Kant „Aufklärung“ als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“.

Dieser Erklärung gemäß ließe sich erwarten, dass dem Begriff selbstverschuldeter Unmündigkeit eine zentrale Stellung innerhalb der Diskussion um den Aufklärungsbegriff zukäme. Dagegen lässt sich jedoch diagnostizieren, dass dieser Begriff selbst innerhalb der direkt an Kant anschließenden politischen Philosophie nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Ziel der Tagung war es daher, den Begriff der selbstverschuldeten Unmündigkeit im Gefolge Kants und über ihn hinaus als Zentralbegriff politischer Philosophie zu erschließen und auf sein diagnostisches und kritisches Potential hin zu überprüfen, das ihm im Kontext gegenwärtiger Debatten um den Demokratiebegriff zukommen könnte. Dabei wurde auch diskutiert, inwiefern auch die liberalen Demokratien unserer Zeit, in denen ein zweihundert Jahre währender Prozess der Aufklärung scheinbar seine Vollendung gefunden hat, noch durch Mechanismen geprägt sind, die zur Perpetuierung selbstverschuldeter Unmündigkeit beitragen.

Hier finden Sie das Programm der Tagung:

unmündigkeit_programm