Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Gestalten des Geistes. Kierkegaard im Kontext des deutschen Idealismus (Mai 2010)

Kierkegaard wird einer gängigen Meinung zufolge in den Kontext eines »Bruchs im Denken des 19. Jahrhunderts« gestellt – in einen Kontext, der das Denken der Gegenwart von der philosophischen Tradition im Allgemeinen, den Entwürfen der klassischen deutschen Philosophie von Kant bis Hegel im Besonderen unwiderruflich abtrennt. Ziel der Tagung war es dieses Bild zu korrigieren. Von Kierkegaard her gesehen stellt sich der »Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts« nicht als befreiender Aufbruch zu neuen Ufern, sondern eher als katastrophaler Zusammenbruch des Denkens dar, als epochale Schwäche und Geistlosigkeit, die nicht mehr im Stande ist, sich zum Erbe der eigenen Vergangenheit in das lebendige Verhältnis eines kritischen Verständnisses zu setzen.

Durch den Aufweis vielfältiger Bezüge klärte die Tagung darüber auf, wie Kierkegaard sich ganz konkret in ein lebendiges Verhältnis zum eigenen Erbe setzt und dass er sich als Glied der an Kants »Revolution der Denkart« anschließenden Tradition versteht, mit der er auf streitbare Weise eine gemeinsame Orientierung des Denkens teilt.

Veranstalter der Tagung waren das Nordic Network for German Idealism (NNGI), das Department of Philosophy der Aarhus University und der Lehrstuhl für Philosophie II an der LMU München; Tagungsort war die Carl Friedrich von Siemens Stiftung.

Hier finden Sie das Programm der Tagung:

gestalten des geistes_programm

Hier finden Sie den Sammelband, der aus der Tagung hervorging:

gestalten des geistes_coverLink zur Seite des De Gruyter Verlags