Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Lehrveranstaltungen WS 2012/2013

Seminar und Lektürekurs: Platon: Phaidon

Veranstaltungsnummer 10037

Max. Teilnehmer 25

Mi. 10:00 bis 12:00 c.t. woch 17.10.2012 bis 06.02.2013, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 210

Do. 18:00 bis 20:00 c.t. woch 18.10.2012 bis 07.02.2013, Ludwigstr. 25 - D 2a

Inhalt Kommentar

Im Phaidon lässt Platon Sokrates am letzten Tag seines Lebens ein Gespräch über das Schicksal der menschlichen Seele nach dem Tod führen. Sokrates argumentiert für die Unsterblichkeit der Seele und nimmt dabei Bezug auf die sogenannten Ideen, d.h. nicht wahrnehmbare Entitäten, die sowohl als Gegenstände der Erkenntnis als auch als Ursachen von Eigenschaften in der wahrnehmbaren Welt dienen sollen. Auf diese Weise führt Platon zwei Theorien ein, die prägend für seine Philosophie sind. Im Seminar werden wir uns mit diesen Theorien im Phaidon befassen. U.a. werden folgende Fragestellungen diskutiert: Wie konzipiert Platon die Seele und aus welchen Gründen schließt er auf ihre Unvergänglichkeit? Was sind die Formen und was wird durch sie erklärt? Welche Folgen für die Ethik zieht Platon aus seiner Seelen- und Ideenlehre? Am Ende des Seminars wird unsere Perspektive auf die Problematik des Dialogs durch eine Betrachtung seiner Rezeption in der Antike erweitert.

Keine Referate werden gehalten, jedoch werden gründliche Vorbereitung des Textes sowie Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an der Diskussion erwartet. Griechkenntnisse sind keine Voraussetzung, allerdings wird für alle, die den Text auf Altgriechisch lesen wollen, ein Zusatztutorium angeboten.

Literatur

Die deutschsprachige Übersetzung des Phaidon von F. Schleiermacher, die in mehreren Ausgaben zu erwerben ist, ist besonders empfehlenswert.

Hilfreiches Kommentar zu dem gesamten Dialog bietet folgender Text an: D. Bostock, Plato’s Phaedo, Oxford UP, 1986.

Weitere Literatur wird zu Beginn der ersten Sitzung mitgeteilt werden.

Seminar: Determinismus, Notwendigkeit und Freiheit in der antiken Philosophie (zus. mit Dr. Andreas, Anagnostopoulos)

Veranstaltungsnummer 10052

Max. Teilnehmer 40

Di. 14:00 bis 16:00 c.t. woch 16.10.2012 bis 05.02.2013, Ludwigstr. 31 - 021    

Inhalt Kommentar

Inwiefern folgen Ereignisse mit Notwendigkeit aus dem vorherigen Zustand der Welt? Wie unterscheidet sich das Ewige vom Sterblichen in Hinsicht auf die Notwendigkeit? Sind alle unsere Handlungen determiniert? Sollen wir uns bemühen, Entscheidungen zu treffen und uns dementsprechend zu verhalten? Gibt es Raum für Freiheit in unserem Handeln? Was sind die Bedingungen dafür? In diesem Seminar werden wir versuchen, einen Überblick über die Perspektiven zu diesen und verwandten Fragen in der antiken Philosophie zu gewinnen. Vor allem werden wir die Entwicklung der Begriffe Notwendigkeit, Determinismus, Fatalismus, Verantwortlichkeit und Freiheit untersuchen - Begriffe, die die Metaphysik und Naturphilosophie mit der Handlungstheorie und der Ethik verbinden. Lesekenntnisse auf Englisch werden vorausgesetzt. Wir werden jede Woche Primärtexte sowie einen Aufsatz aus der neueren Forschung lesen.

Literatur

Alle Texte werden am Semesteranfang zur Verfügung stehen.

Folgende Texte sind zum Thema empfehlenswert: R. Sorabji, 'Necessity, Cause and Blame'; M. Frede 'A Free Will'; S. Bobzien, 'Determinism and Freedom in Stoic Philosophy'.

Leistungsnachweis

4 Essays von ca. 6 Seiten, die im obligatorischen Begleittutorium (Do. 14-16, Dr. Christopher Noble) besprochen werden.

Übung Tutoriumsübung zum Essaykurs "Determinismus, Notwendigkeit und Freiheit in der antiken Philosophie"

Veranstaltungsnummer 10058

Max. Teilnehmer 40

Do. 14:00 bis 16:00 c.t. woch 18.10.2012 bis 07.02.2013, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 203

Diese Übung gehört zu folgender Veranstaltung: 10052 Determinismus, Notwendigkeit und Freiheit in der antiken Philosophie 2.0

 


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