Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Sommersemester 2014

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin

Vorlesung Praktische Philosophie I: Handlungs- und Rationalitätstheorie

Di. 10:00 bis 12:00 c.t. 08.04.2014 bis 08.07.2014 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 240

Diese Überblicksvorlesung führt in die philosophische Handlungs- und Rationalitätstheorie ein, diskutiert Begriffsbestimmungen und Kriterien und argumentiert für ein kohärentistisches Verständnis. Ich verfolge dabei nicht das Ziel einer möglichst vollständigen Darstellung unterschiedlicher Theorien, sondern versuche ein systematisches Verständnis der philosophischen Begriffe und Probleme zu vermitteln und damit die Fundamente für ein Studium der praktischen Philosophie zu legen. Die rationale Entscheidungstheorie (rational choice) mit ihren Zweigen der Spieltheorie (game theory) und der Logik kollektiver Entscheidungen (collecive choice) wird als Analyse-Instrumentarium vorgestellt und zur Klärung einzelner Fragestellungen herangezogen, zugleich wird ihre übliche (ökonomische) Interpretation kritisiert. Im Schlussteil wird ein dazu alternatives Konzept der Handlungsrationalität entwickelt.

Die Klausur findet wie wie angekündigt am Dienstag den 08.07. um 10:00 c.t. in Raum A 240 statt.
Das erforderliche Papier wird vom Lehrstuhl zu Verfügung gestellt, eigenes Papier ist nicht zulässig.
Ebensowenig zulässig ist die Verwendung internettauglicher und/oder zu Abbilddungsverfahren geeigneter Medien (Laptop, Smartphone, Mobiltlefon, Digitalkamera etc.).
Diejenigen Klausurteilnehmer, die einen Schein benötigen, mögen diesen bitte bereits ausgefüllt der Klausur beilegen.

Hier können Sie Material (Texte, Hinweise zu den einzelnen Sitzungen, Folien) zur Vorlesung herunterladen. Fragen Sie den Tutor Klaus Staudacher bitte nach dem Passwort.

BA-Forschungskolloquium/Absolventenkolloquium Praktische Philosophie

Achtung: Wenn Sie in diesem Kolloquium (eventuell) vortragen wollen, so erscheinen Sie bitte in jedem Fall auch zur ersten Sitzung. Das Kolloquium (Mi 10-12) diskutiert Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten. Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung

Fortgeschrittenenseminar Zeitgenössischer Kantischer Konstruktivismus

Di. 16:00 bis 18:00 c.t. 08.04.2014 bis 08.07.2014 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (F) - F 007

Wenn man eine realistische Interpretation moralischer (generell normativer) Überzeugungen ablehnt, wenn man also der Meinung moralische Tatsachen gibt es nicht, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie wir normalerweise von Tatsachen sprechen, dann bleiben folgende philosophische Optionen: (1) Der ethische Subjektivismus, wonach moralische Überzeugungen lediglich Ausdruck subjektiver Haltungen (pro-attitudes) sind; (2) Der ethische Naturalismus, wonach normative Überzeugungen in letzter Instanz gar nicht normativ sind, sondern deskriptiv; (3) Der ethische Skeptizismus, wonach unsere moralischen Überzeugungen auf dem Irrtum beruhen, es gebe moralische Tatsachen (error-theory); (4) Der kantische Konstruktivismus – dieser ist Gegenstand des Seminars. Die wichtigsten zeitgenössischen Repräsentanten sind: John Rawls, Chrsitine Korsgaard, Onora O’Neill. Wir werden uns im Seminar nach einer Gegenüberstellung unterschiedlicher Positionen der Metaethik mit diesen drei zeitgenössischen Varianten des kantischen Konstruktivismus befassen, um schließlich im letzten Teil eine inhaltliche Klärung im Kontext der Realismus- Antirealismus-Debatte anzustreben.

Fortgeschrittenenseminar: Intentionalistische Semantik

Mi. 16:00 bis 18:00 c.t., 09.04.2014 bis 09.07.2014, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 209

Der Bedeutungsbegriff ist für die gesamte Sprachphilosophie zentral. Eine Strömung der zeitgenössischen Sprachphilosophie führt die sprachliche Bedeutung auf Sprecher-Intentionen zurück. H.P.Grice hat dazu die ersten präzisen Modelle entwickelt, zwei andere wichtige Vertreter der sog. intentionalistischen Semantik sind David Lewis und Jonathan Bennett. Das Seminar wird sich daher zunächst mit den klassisch gewordenen Aufsätzen von Grice und ergänzend dem Buch Convention (1969) von Lewis und dem Buch Linguistic Behaviour (1976) von Jonathan Bennett befassen, um dann unterschiedliche sprachphilosophische Argumente aus der zeitgenössischen Debatte um eine handlungstheoretisch fundierte Bedeutungstheorie zu erörtern.

Philosophisches Kolloquium

Teilnahme nur auf Einlaldung. Geblockt, Termine werden noch bekannt gegeben.

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Dr. des. Christine Bratu

Seminar/Lektürekurs: Einführung in die Philosophie der Emotionen

Fr. 10:00 bis 12:00 c.t. 11.04.2014 bis 11.07.2014 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (C) - C 022
zusammen mit Dr. Mara-Daria Cojocaru

Wennschon viele klassische Philosophen immer auch etwas zu Emotionen gesagt haben, ist die Philosophie der Emotionen ein vergleichsweise junges Forschungsfeld, in dem eine Reihe unterschiedlicher Fragestellungen verhandelt werden: von der Frage danach, was eine Emotion eigentlich ist, in welchem Verhältnis Emotionen zu Rationalität und praktischer Vernunft, oder zu Werten und Moralität stehen, über die Geschichte der philosophischen Emotionstheorien bis hin zur Frage nach der Bedeutung von Emotionen in ästhetischen Kontexten. In diesem Seminar wollen wir uns deswegen gemeinsam einen einführenden Überblick über ausgewählte Debattenstränge verschaffen. Dazu zählen: historische Konzeptionen von Emotionen bei Platon, Aristoteles und Hume, zeitgenössische Beiträge zur Klärung der Natur von Emotionen und ihrer Abgrenzung von Gefühlen, zur Rolle von Emotionen in der Ethik und zu ihrer Relevanz für den Begriff der Person und zu einzelnen besonderen Emotionen.

Fortgeschrittenenseminar: Die Würde des Menschen ist ...? Alte und neue Geschichten dazu, warum wir Menschen respektieren sollten

Do. 18:00 bis 20:00 c.t. woch 10.04.2014 bis 10.07.2014 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 209

Die meisten würden zustimmen, dass Menschen in moralischer Hinsicht relevant sind - aber sind sie das in besonderer Weise? Wenn ja, kann man dieses Faktum auf den Punkt bringen, indem man von der Würde der Menschen spricht? Wenn ja, in welcher Eigenschaft der Menschen liegt ihre Würde - in ihrer Vernunftfähigkeit? in ihrer Leidensfähigkeit? in ihrer Einzigartigkeit? Wie muss man Menschen entgegentreten und behandeln, wenn ihnen Würde zukommt? Kann man sich auch selbst in seiner eigenen Würde verletzen? Oder sollte man das Konzept der Würde insgesamt besser fallen lassen und auf andere normativ relevante Sachverhalte reduzieren? Sollte man bspw. besser nur behaupten, dass Menschen eben bestimmte Recht für sich beanspruchen können?
Diese Fragen werden die Hauptleitlinien des Seminars darstellen. Dafür werden sowohl Texte von Klassikern der Würde-Debatte, insbesondere von Immanuel Kant, gelesen, ebenso wie zeitgenössische Literatur.

Übung zum BA-Absolventenkolloquium Praktische Philosophie

Do. 14:00 bis 16:00 c.t. woch 10.04.2014 bis 10.07.2014 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 206

Kolloquium für Hauptfachstudent i n n e n aller Semester in den Fächern Philosophie u n d Religionswissenschaft

Do. 18:00 bis 20:00 c.t. Einzel 10.07.2014 bis 10.07.2014

Die Frauenbeauftragte der Fakultät lädt ein...

... zum Kolloquium für Hauptfachstudentinnen aller Semester der Fächer Philosophie und Religionswissenschaft

Das traditionelle Zusammenkommen von Studentinnen und Dozentinnen der Fakultät findet statt am Donnerstag, 10. Juli 2014, ab 18 Uhr!

Das Kolloquium dient der Vernetzung der Frauen an unserer Fakultät: durch das bloße Kennenlernen, den Austausch über Erfahrungen im Studium, das gemeinsame philosophische Arbeiten - und nicht zuletzt dem geselligen Semesterbeginn bei Wein, Wasser und Gespräch!

Kommen Sie zahlreich!!!

Für die Aufnahme in den Verteiler (Informationen zum Kolloquium, Stellenausschreibungen, Weiterbildungen, Vortragsreihen) schreiben Sie bitte eine e-mail an die Frauenbeauftragte!

Dr. Fiorella Battaglia

Essaykurs: Metaethische Begründung der moralischen Beurteilung

Di. 12:00 bis 14:00 c.t. 08.04.2014 bis 08.07.2014 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 209

Auf der Textgrundlage von Michael Smiths (Buch) The Moral Problem (1994) befasst sich das Seminar mit Fragen nach dem Status und der Begründbarkeit von Theorien moralischer Beurteilung.
Die von Smith vertretene objektivistische Moralkonzeption bietet die Möglichkeit, unterschiedliche metaethische Auffassungen, wie Kognitivismus, Rationalismus und Internalismus, zu behandeln.

 

 

 

 

 


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