Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2015

Prof. Dr. Panagiotis Thanassas (Lehrvertretung Prof. Rapp)

Seminar und Lektürekurs

Platon, Phaidon

Mo. 12:00 bis 14:00 c.t. woch 13.04.2015 bis 13.07.2015 Schellingstr. 3 (S) Vg. - S 242

Inhalt

Dieser Dialog aus der mittleren Periode Platons gehört zu den wichtigsten (und auch beliebtesten und meistgelesenen) platonischen Texten. Mit höchster dramaturgischer Kraft lässt Platon hier Sokrates seine letzten Stunden mit einer Diskussion über die Seele und deren Unsterblichkeit verbringen; in diesem Rahmen werden von Sokrates die Hauptlinien der platonischen Ideenlehre dargestellt, die hier als eine „Hypothese“ eingeführt wird. Phaidon ist mit Recht als die „Magna Charta der westlichen Metaphysik“ bezeichnet worden. Durch eine genaue Lektüre werden wir versuchen, die Gründe für diese immense Bedeutung und Nachwirkung genau zu erfassen. Insbesondere werden wir versuchen, das Verhältnis zwischen den beiden Hauptthemen des Dialogs (Ideen und Unsterblichkeit der Seele) deutlich zu bestimmen.

Nach einer ersten Einführung des Dozenten soll in jeder Sitzung ein Textteil behandelt werden. Ein studentisches Kurzreferat zu Beginn jeder Sitzung soll eine anschließende Diskussionsrunde einleiten. Der Kurs beginnt schon in der ersten Semesterwoche (am Mo den 13.4.2015) und die Teilnahme an der ersten Sitzung ist unbedingt erforderlich: Es werden allgemeine Informationen über den Kurs erteilt, und die Referentenliste wird erstellt.
Literatur: Die Meiner-Ausgabe wird stark empfohlen: B. Zehnpfennig (Hg.): Platon: Phaidon. Hamburg: Meiner 22007. Weitere Literatur, sowie ein genauer Kursplan, befinden sich im Download-Bereich des LSF und werden auch in der ersten Sitzung verteilt.
Voraussetzungen : Keine – dafür aber folgende Erwartungen: Wöchentliche Vorbereitung, regelmäßige und interessierte Teilnahme und Verfolgung der Informationen und des Materials, die im LSF-System hochgeladen werden.
Leistungsnachweis: BA-Haupt- und Nebenfach Philosophie: Hausarbeit ODER (Referat+Ausarbeitung bzw. Ergebnisprotokoll); je nach Vorgabe der/s Dozierenden.  Nur, wenn der Kurs innerhalb des WP 6 im BA-Nebenfach Philosophie (aktuelle Prüfungsordnung) belegt wird: Referat ODER Protokoll ODER Essay, je nach Vorgabe der/s Dozierenden

Anmeldung: Bis zum 10.4.2015 unter P.Thanassas@lmu.de oder in der ersten Sitzung.

 

Seminar / Lektürekurs

Hegel, Philosophie der Geschichte

Di. 12:00 bis 14:00 c.t. woch 14.04.2015 bis 14.07.2015 Theresienstr. 39 (B) - B 046

Inhalt

Es gibt wohl kaum einen anderen Hegelschen Text, der so oft gelesen und in so abweichenden Perspektiven rezipiert worden ist. Hegel versucht hier, eine philosophische Betrachtung der Weltgeschichte zu etablieren, die sich von den gewöhnlichen Zugangsweisen der Historiker unterscheidet, ohne aber auf ihre Legitimierung durch die ‚Sache selbst’ zu verzichten – denn „die Geschichte haben wir zu nehmen, wie sie ist; wir haben historisch, empirisch zu verfahren“. Ziel dieser philosophischen Betrachtung ist die Klärung des Sinnes der Weltgeschichte, der in deren einheitlichem Vollzug liegen soll; die Geschichte erweist sich somit als ein allmählicher, aber eindeutiger „Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“. Durch eine genaue Lektüre der „Einleitung“ werden wir versuchen, den Status und die Legitimation des Begriffs einer philosophischen Geschichte zu erfassen. Der Kurs eignet sich auch vorzüglich als Einstieg in die Hegelsche Gedankenwelt.

Nach einer ersten Einführung des Dozenten soll in jeder Sitzung ein Textteil behandelt werden. Ein studentisches Kurzreferat zu Beginn jeder Sitzung soll eine anschließende Diskussionsrunde einleiten. Der Kurs beginnt schon in der ersten Semesterwoche (am Di den 14.4.2015) und die Teilnahme an der ersten Sitzung ist unbedingt erforderlich: Es werden allgemeine Informationen über den Kurs erteilt, und die Referentenliste wird erstellt.
Literatur: Die Suhrkamp-Ausgabe wird stark empfohlen: G.W.F. Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (Werke, Bd. 12), S. 11-116. Weitere Literatur und ein genauer Kursplan befinden sich im Download-Bereich und werden auch in der ersten Sitzung verteilt.
Voraussetzungen: Keine – dafür aber folgende Erwartungen: Wöchentliche Vorbereitung, regelmäßige und interessierte Teilnahme und Verfolgung der Informationen und des Materials, die im LSF-System hochgeladen werden.
Leistungsnachweis: BA-Haupt- und Nebenfach Philosophie: Hausarbeit ODER (Referat+Ausarbeitung bzw. Ergebnisprotokoll); je nach Vorgabe der/s Dozierenden

Anmeldung: Anmeldung bitte bis zum 10.4.2015 unter P.Thanassas@lmu.de oder in der ersten Sitzung

 

Fortgeschrittenenseminar und Essaykurs

Sein und Werden: Parmenides und Heraklit

Mo. 18:00 bis 20:00 c.t. woch 13.04.2015 bis 13.07.2015 Schellingstr. 3 R153

Inhalt

Parmenides und Heraklit wurden von Platon zu Antipoden stilisiert: Jener behaupte eine All-Einheit des Seins und negiere mit seinem rigiden Monismus die Welt, während dieser umgekehrt mit seiner Flusslehre jede Konstante in Frage stelle. Dieses antithetische Verhältnis wurde oft hinterfragt, ebenso aber bekräftigt durch die Annahme, dass der angeblich spätere Parmenides in einigen seiner Fragmente Heraklit scharf kritisiere. Am anderen Ende der Tradition steht Martin Heidegger, dessen eigenwillige Auslegungen von der Annahme ausgingen, dass beide Denker „dasselbe“ sagen, also ausschließlich das eine Sein denken und benennen. Wir werden diese Auslegungsperspektiven in Kenntnis nehmen, zugleich aber versuchen, hinter ihnen den beiden Denkern in ihrer Eigenheit näherzukommen und sie als die beiden wichtigsten und auch originellsten Gestalten der Frühgriechischen Philosophie auffassen.

Nach einer ersten Einführung des Dozenten soll in jeder Sitzung eine thematisch zusammenhängende Anzahl von Fragmenten behandelt werden. Ein studentisches Referat zu Beginn jeder Sitzung soll eine anschließende Diskussionsrunde einleiten. Der Kurs beginnt schon in der ersten Semesterwoche (am Mo den 13.4.2015) und die Teilnahme an der ersten Sitzung ist unbedingt erforderlich: Es werden allgemeine Informationen über den Kurs erteilt, und die Referentenliste wird erstellt.
Literatur

Literatur und genauer Kursplan befinden sich im Download-Bereich
Voraussetzungen: Vorausgesetzt wird eine gewisse Vertrautheit mit der Frühgriechischen Philosophie; dafür genügt u.a. die rechtzeitige (vor Semesteranfang!) Lektüre von: C. Rapp, Vorsokratiker. München: Beck 2007.

Außerdem werden erwartet: Wöchentliche Vorbereitung, regelmäßige und interessierte Teilnahme und Verfolgung der Informationen und des Materials, die im LSF-System hochgeladen werden.
Leistungsnachweis:

- wenn die Veranstaltung als Essaykurs belegt wird: 4 Essays [9 ECTS-Punkte] - nur für BA-Philosophie-Hauptfächler/innen und Philosophie-Masterstudierende. In dem Fall wird eine zusätzliche Übungsstunde (1 SWS) zur Besprechung der Essays n. V. angeboten.

- wenn die Veranstaltung als Fortgeschrittenenseminar belegt wird: Hausarbeit ODER (Referat+Protokoll/Ausarbeitung), je nach Vorgabe der/des Dozierenden [9 ECTS-Punkte]
Anmeldung: Bis zum 10.4.2015 unter P.Thanassas@lmu.de oder in der ersten Sitzung.

 

Fortgeschrittenenseminar

Heidegger, Was ist Metaphysik?

Di. 18:00 bis 20:00 c.t. woch 14.04.2015 bis 14.07.2015 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (B) - B 015

Inhalt

„Was ist Metaphysik?“ entstand als Heideggers Antrittsvorlesung, die 1929 in Freiburg gehalten wurde; der Text markiert eine wichtige Station in seinem Denken, kurz nach dem endgültigen Versagen, Sein und Zeit abzuschließen, und unterwegs zur berühmten „Kehre“, welche wohl als ein radikaler Positions- und Perspektivenwechsel gedeutet werden kann. Die Behandlung der „Frage nach dem Nichts“ gibt Heidegger hier die Gelegenheit, generell die Frage nach Stellung und Bedeutung der metaphysischen Tradition zu stellen. Seine Antwort im Text von 1929 weicht allerdings stark von den Antworten ab, die er im Nachwort von 1943 und in der Einleitung von 1949 bieten wird; insofern eignen sich diese drei Texte vorzüglich auch zu einem Überblick eines großen Teils von Heideggers „Denkweg“.

Nach einer ersten Einführung des Dozenten soll in jeder Sitzung ein Textteil behandelt werden. Ein studentisches Kurzreferat zu Beginn jeder Sitzung soll eine anschließende Diskussionsrunde einleiten. Der Kurs beginnt schon in der ersten Semesterwoche (am Di den 14.4.2015) und die Teilnahme an der ersten Sitzung ist unbedingt erforderlich: Es werden allgemeine Informationen über den Kurs erteilt, und die Referentenliste wird erstellt.
Literatur

Obwohl die drei Texte auch als Einzelausgabe publiziert worden sind (M. Heidegger, Was ist Metaphysik?, Frankfurt: Klostermann 2007), werden wir mit der erschwinglichen Ausgabe in der Textsammlung Wegmarken arbeiten:

M. Heidegger: Wegmarken (Klostermann RoteReihe, Band 12). Frankfurt: Klostermann 2013 (488 Seiten, € 21.80).

Weitere Literatur, sowie ein genauer Kursplan, wird rechtzeitig im Download-Bereich des LSF hochgeladen und auch in der ersten Sitzung verteilt.
Voraussetzungen

Vorausgesetzt wird eine gewisse Vertrautheit mit Heideggers Philosophie und mit zentralen Fragen und Begriffen der ontologischen Tradition; dafür genügt u.a. die rechtzeitige (vor Semesteranfang!) Lektüre von: G. Figal, Martin Heidegger zur Einführung. Hamburg: Junius 2011.

Außerdem werden erwartet: Wöchentliche Vorbereitung, regelmäßige und interessierte Teilnahme und Verfolgung der Informationen und des Materials, die im LSF-System hochgeladen werden.
Leistungsnachweis: Hausarbeit ODER (Referat+Protokoll/Ausarbeitung), je nach Vorgabe der/des Dozierenden [9 ECTS-Punkte]
Anmeldung: Bis 10.4.2015 unter P.Thanassas@lmu.de oder in der ersten Sitzung.

 

 


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