Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2016/2017

Vorlesung

Nikomachische Ethik

Fr. 10:00 bis 12:00 c.t. woch 21.10.2016 bis 10.02.2017 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 014

Die Nikomachische Ethik des Aristoteles ist eine der interessantesten, einflussreichsten und meistdiskutierten Schriften zur praktischen Philosophie. In der Vorlesung werden wir uns erstens einen Überblick über dieses Werk verschaffen, wobei uns u.a. die folgenden Themen begegnen werden: das gute Leben, die menschliche Seele, die Tugenden des Charakters und des Verstandes, Gerechtigkeit, Freiwilligkeit und Verantwortung, Unbeherrschtheit, Lust, Freundschaft, Erziehung und Politik. Zweitens werden wir versuchen, die Nikomachische Ethik in ihren Kontext, d.h. in den Kontext der antiken Ethik und der Aristotelischen Philosophie einzuordenen. Drittens werden wir die wichtigsten Interpretationsprobleme und Debatten zu dieser Schrift kennenlernen. (Und wenn noch Zeit ist, werden wir uns viertens einige Gedanken dazu machen, wie sich die ethische Theorie des Aristoteles zu anderen Ansätzen der normativen Ethik verhält.)
Literatur

Textgrundlage: Die Vorlesung orientiert sich im Wesentlichen an der Übersetzung von Ursula Wolf (Rowohlt 2006). Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Voraussetzungen: Griechischkenntnisse sind nicht erforderlich.
Leistungsnachweis: Protokoll; (6) ECTS-Punkte können dadurch (nur) in den philosophischen Masterstudiengängen sowie im Master-Profilbereich erworben werden.
Anmeldung: Eine LSF-Belegung oder sonstige Voranmeldung ist nicht erforderlich

Materialien: EN VL 1.pdf; EN VL 2.pdf; EN VL 3.pdf; EN VL 4.pdf; EN VL 5.pdf; EN VL 6.pdf; EN VL 7.pdf; EN VL 8.pdf; EN VL 9.pdf; EN VL 10.pdf; EN VL 11.pdf; EN VL 12.pdf; EN VL 13.pdf; EN VL 14.pdf;

Fortgeschrittenenseminar und Essaykurs

Willensfreiheit

Di. 10:00 bis 12:00 c.t. woch 18.10.2016 bis 07.02.2017 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A U115

Eines der ältesten Probleme der Philosophie lautet, wie sich ein deterministisches Weltbild (nach dem nichts anders geschehen kann, als es geschieht) mit der Annahme eines freien Willens (nach der wir stets so oder anders handeln können) verbinden lässt. Beide Konzepte haben etwas für sich und werden durch unterschiedliche Aspekte unserer Erfahrung nahe gelegt. Sie scheinen aber nicht miteinander vereinbar: Wenn der universelle Determinismus wahr ist, dann ist der Wille offenbar nicht frei, und wenn der Wille frei ist, dann kann der universelle Determinismus offenbar nicht wahr sein. Als Reaktion auf dieses Problem haben sich im Lauf der Philosophiegeschichte verschiedene Strategien herausgebildet. So behaupten einige Philosophen z.B., dass Freiheit und Determinismus tatsächlich unvereinbar sind und eines dieser beiden Konzepte daher aufzugeben sei. Andere versuchen dagegen zu zeigen, dass Freiheit und Determinismus miteinander kompatibel sind, wenn man nur den richtigen Freiheitsbegriff voraussetzt.

Um uns einen Überblick über die zentralen Positionen und Argumente dieser wichtigen und komplexen Debatte zu verschaffen, lesen wir gemeinsam das Buch Four Views on Free Will (2007), in dem vier verschiedene Autoren ihre Sicht zum Problem der Willensfreiheit präsentieren und sich dann gegenseitig kritisieren.
Literatur:

Textgrundlage:

J.M. Fischer, R. Kane, D. Pereboom und M. Vargas: Four Views on Free Will, Blackwell: Malden (MA) 2007 (Reihe: Great Debates in Philosophy) (zur Anschaffung empfohlen).

Zur Einführung empfohlen:

G. Keil: Willensfreiheit, De Gruyter: Berlin 22013.

Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Anmeldung: Eine LSF-Belegung oder sonstige Voranmeldung ist nicht erforderlich

Fortgeschrittenenseminar (zus. mit Christian Pfeiffer, M.A.)

Antike Handlungstheorie

Mi. 14:00 bis 16:00 c.t. woch 19.10.2016 bis 08.02.2017 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 209

Auch wenn Handlungen kein eigenständiges Thema der antiken Philosophie darstellen, äußern sich antike Autoren in unterschiedlichen Kontexten zu Fragen, die wir heute der Handlungstheorie zuordnen würden. Dazu gehören: 1. Wie verhalten sich Wissen und Handeln zueinander? 2. Wie lassen sich motivationale Konflikte erklären? 3. Wie lassen sich Handlungen innerhalb eines naturphilosophischen Rahmens (einer allgemeinen Theorie der Bewegung) beschreiben? 4. Unter welchen Umständen können Handlungen als Ausdruck von Charaktereigenschaften gelten? 5. Wie passen (freie) Handlungen in ein deterministisches Weltbild?

Wir wollen diese und weitere Fragen mit Blick auf ausgewählte Philosophen (Sokrates, Platon, Aristoteles, Stoiker) diskutieren. Im Zentrum wird dabei die genaue und gemeinsame Textlektüre stehen. Darüber hinaus sollen aber auch klassische Aufsätze besprochen werden.

Ein Reader wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.
Voraussetzungen: Die Veranstaltung ist vierstündig. Die Teilnahme ist nur sinnvoll, wenn alle vier Stunden besucht werden. Die Bereitschaft, Sekundärliteratur in englischer Sprache zu lesen, wird vorausgesetzt. Griechischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Teilnahmevoraussetzung.
Anmeldung: Eine LSF-Belegung oder sonstige Voranmeldung ist nicht erforderlich


Übung (zus. mit Christian Pfeiffer, M.A.)

Übung zu "Antike Handlungstheorie"

Mi. 16:00 bis 18:00 c.t. woch 19.10.2016 bis 08.02.2017 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 212

Downloads


Servicebereich