Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Tagung "Bildung als Mittel und Selbstzweck" (März 2008)

Zur Aktualität der Bildungskonzepte der klassischen deutschen Philosophie

Symposion in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, 12. bis 13. März 2008

Die im Denken der klassischen deutschen Philosophie wurzelnde Bildungsreform zog für das deutsche Erziehungswesen die Konsequenzen aus den tiefgreifenden sozialen, politischen und ideellen Veränderungen, die aus der europäischen Aufklärung hervorgingen. Zugleich verstanden sich die theoretischen Modelle von Bildung als eine Aufklärung der Aufklärung, indem sie die Grenzen des utilitaristischen, auf staatliche und soziale Verwertungszwecke festgelegten Denkens der Aufklärung aufzeigten: Im Begriff der Bildung sollten die Aufgaben der Ausbildung und die Verantwortung für staatliche und gesellschaftliche Erfordernisse mit der selbstzweckhaften Bildung der Person zu einer neuen Einheit finden.

Heute dominieren in der öffentlichen Bildungsdiskussion wie selbstverständlich betriebswirtschaftliche Kategorien und Methoden (Qualitätskontrolle, Effizienz- und Nutzenmaximierung, Evaluation usw.). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Selbstverständigung über Bildung einer korrektiven Erinnerung an die weiteren Horizonte der "klassischen" Bildungsdebatte bedarf, um die mit dem Bildungskonzept einhergehenden Sachfragen unverkürzt und ohne allzu rasche Vorentscheidungen in den Blick zu bekommen.

pp_band83Alle Beiträge zur Tagung sind beim Alber Verlag erschienen:

Bildung als Mittel und Selbstzweck, Axel Hutter/ Markus Kartheininger (Hrsg.), Praktische Philosophie Bd. 83, Verlag Karl Alber, Freiburg, 2010

  • Rezension (702,5 KB) von Hans-Ulrich Lessing in: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik, Heft 4/2010, 32. Jahrgang, Nov. 2010, S. 332-334