Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Tagung "Bedeutungsskepsis und absoluter Geist" (Juli 2015)

Hegels System gipfelt in einer Lehre vom „absoluten Geist“, die im Zuge der gegenwärtigen „Hegelrenaissance“ bislang eher vernachlässigt wurde. Dabei versteht Hegel unter „absolutem Geist“ keine transzendente Substanz, sondern Kunst, Religion und Philosophie als spezifisch zusammengehörige Formen der geschichtlichen Darstellung von Wahrheit. Seine Philosophie des absoluten Geistes eröffnet so ein Sachproblem, welches die Tagung mit ihm und über ihn hinaus erkunden möchte.

Kunst, Religion und Metaphysik wurde in der sprachanalytischen Tradition des 20. Jahrhunderts nämlich wiederholt Wahrheitsfähigkeit und damit Bedeutung in einem mehr als psychologischen Sinn abgesprochen. Spielarten solcher Bedeutungsskepsis reichen vom logisch-positivistischen Unsinnsverdacht bis zu gegenwärtigen Non-Kognitivismen.

Ziel der Tagung ist es zu erkunden, inwiefern sich in der Nachfolge der klassischen deutschen Philosophie ein einheitlicher Zugang zu Kunst, Religion und Philosophie gewinnen lässt, der auf die bedeutungsskeptische Herausforderung antwortet. Neben Vorträgen, die das skizzierte Sachproblem unter direktem Bezug auf Kant oder Hegel angehen, stehen solche, die direkt an aktuelle Debatten anknüpfen. Auf diese Weise sollen Möglichkeiten ausgelotet werden, einen im Rahmen gegenwärtigen Philosophierens tragfähigen Bedeutungsbegriff zu gewinnen, welcher der Eigenart religiöser, literarischer und philosophischer Sprachverwendung Rechnung trägt.

Vortragende der Tagung:

  • Georg Bertram (FU Berlin)
  • James Conant (University of Chicago)
  • Wolfram Hogrebe (Bonn)
  • Axel Hutter (LMU München)
  • Andrea Kern (Leipzig)
  • Franz Knappik (HU Berlin)
  • Anton Koch (Heidelberg)
  • Christian Martin (LMU München/University of Chicago)
  • Julian Nida-Rümelin (LMU München)
  • Sebastian Ostritsch (Stuttgart)
  • Sebastian Rödl (Leipzig
  • Georg Sans (HfPh München)
  • Friedrich Vollhardt (LMU München)

Das detaillierte Programm der Tagung finden Sie auf dem Plakat (pdf 105,2 KB).

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