Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Ontologie, Metaphysik und Religionsphilosophie

Was ist und wie geht das Werden und Vergehen?

Nur weniges dürfte alle Menschen im Leben mehr betreffen und mitnehmen als das Werden und Vergehen. Nicht nur die Dinge und Wesen, die uns umgeben, sondern vor allem wir selbst und unsere Liebsten scheinen ihm unterworfen zu sein. Wir feiern die Geburt und betrauern den Tod. Merkwürdigerweise gibt es trotzdem in der gesamten Denkgeschichte fast keine philosophischen oder wissenschaftlichen Theorien über diesen Sachverhalt, die uns zu erklären versuchen, wie das geht und was es damit auf sich habe. Aristoteles ist eine große Ausnahme ziemlich am Anfang aller wissenschaftlichen Entwicklung, doch ist er bis hin zu Whitehead und Bergson im 20. Jahrhundert die einzige mit objektivem Theorieanspruch und entsprechend durchdachter Ausarbeitung geblieben. Auch seither gibt es wenig Neues zum Thema. Trotz dieser ‚Alleinstellung’ ist Aristoteles’ hochinteressante Schrift und begriffliche Erschließung dieser Grundtatsache der Natur bis heute kaum gelesen, geschweige denn philosophisch erschlossen worden. Ein Juwel naturphilosophischer Durchdringung harrt seiner modernen Wiederentdeckung.

neuere Publikationen zum Thema:

  • Aristoteles: Über Werden und Vergehen, übersetzt und erläutert von Thomas Buchheim (Aristoteles. Werke in deutscher Übersetzung, begründet von Ernst Grumach, fortgeführt von Hellmut Flashar, herausgegeben von Christof Rapp, Bd. 12 Teil IV, Akademie-Verlag, Berlin 2010.

Ontologie des Lebendigen

Neuere Publikationen zum Thema: 

  • Das Leib-Seele-Problem. Antwortversuche aus medizinisch-naturwissenschaftlicher, philosophischer und Theologischer Sicht, hg. von Friedrich Hermanni und Thomas Buchheim, München (Fink) 2006. Darin: Th. Buchheim, Sômatikê energeia. Ein aktualisierter Vorschlag des Aristoteles zur Lösung des Leib-Seele-Problems.
  • Die Grundlagen der Freiheit. Eine Einführung in das ‚Leib-Seele-Problem’, in: Philosophisches Jahrbuch 111 (2004), S. 1-16.

Aktuell gehaltener Vortrag zum Thema:

"Remarks on the Ontology of Living Beings and the Causality of their Behavior" (gehalten in Pamplona bei den Reuniones Filosóficas 2011: “Biología y subjetividad”).

Die vielfache Bedeutung von "Sein" als Grundtenor philosophischer Ontologie heute".

Neuere Publikationen zum Thema:

  • Was sind metaphysische Fragen? In: Metaphysik. Herausforderungen und Möglichkeiten, hg. von Vittorio Hösle, Stuttgart/Bad Cannstatt 2002, S. 99-115.
  • Ist wirklich dasselbe, was zu denken ist und was existiert? – Klassische griechische Philosophie, in: Fragen der Philosophie, hrsg. von E. Fischer und W. Vossenkuhl, München (Beck) 2003, S. 206-223.

Interuniversitärer Forschungsverbund für Metaphysik und Religionsphilosophie - Eine Kooperation der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der LMU München

Forschungsprojekt: Dialektik und philosophischer Elenchos in Platons ‚Sophistes’