Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
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Logik und Wissenschaftstheorie

Der Schwerpunkt Logik und Wissenschaftstheorie wird in München durch das Munich Center for Mathematical Philosophy (MCMP) vertreten. In diesem Schwerpunkt werden logische und mathematische Methoden auf klassische philosophische Fragen und Probleme angewendet, sowie mit Hilfe philosophischer und mathematischer Methoden die Grundlagen der formalen und empirischen Wissenschaften untersucht. Zu den behandelten Fragen gehören solche zur Bestätigung von Überzeugungen, zum Konzept der Wahrheit, und zum Umgang mit Unsicherheit. In vielen Fällen erfordern Untersuchungen dieser Art eine intensive Auseinandersetzung und Kooperation mit Wissenschaften wie z.B. der Mathematik, der Informatik, der Physik, der Biologie oder der Soziologie.

1. Logik

Die moderne formale Logik bedient sich mathematischer Methoden. Doch außer der Logik als Teildisziplin der Mathematik befasst sich die Logik im vorliegenden Schwerpunkt vor allem mit Anwendungen, die speziell für die Philosophie und Wissenschaftstheorie, aber darüber hinaus auch für die symbolischen Wissenschaften wie Linguistik und Informatik von Bedeutung sind. Wichtige in München vertretene Gebiete sind:

  • Angewandte und philosophische Logik (z.B. formale Wahrheitstheorien, Modallogik, Temporallogik, Beweistheorie, nichtmonotone Logik, deontische Logik, formale Ontologie).
  • Philosophie der Logik und Mathematik (z.B. Metamathematik, Strukturalismus, Identitätskriterien, Paradoxien).
  • Logik und Semantik der natürlichen Sprache (z.B. Analytizität, Contextualismus, Unbestimmtheit der Übersetzung).

2. Wissenschaftstheorie

Dieser Gegenstandsbereich des Schwerpunkts befasst sich mit der Theorie der empirischen Wissenschaften im Allgemeinen und mit philosophischen Problemen in spezifischen Einzelwissenschaften. Er gliedert sich in die folgenden Hauptgebiete:

  • Allgemeine Wissenschaftstheorie (z.B. Bestätigung wissenschaftlicher Theorien, Struktur wissenschaftlicher Theorien, Reduktion, Kausalität, wissenschaftliche Erklärung).
  • Spezielle Wissenschaftstheorie (z.B. Philosophy der Physik, Philosophie der Biologie, Philosophie der Sozialwissenschaften).
  • Allgemeine Methodologie (z.B. Deduktion, Induktion, Wahrscheinlichkeitstheorie, formale Epistemologie, Computersimulation).